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Samstag, 22. Juli 2017

NS Erbe in den Niederlanden


Zufallsfund: Artikel in der niederländischen Wikipedia über De Misthoorn, ein antisemitisches Hetzblatt, das den Stürmer nachahmte.

"De Misthoorn trachtte een imitatie te zijn van het Duitse antisemitische scheldblad Der Stürmer, ook was het goed te vergelijken met het Vlaamse blad Volksche Aanval, ook al zeer laag antisemitisch van inhoud. (https://nl.wikipedia.org/wiki/De_Misthoorn)

Mitbegründer war der "Rassenbiologe" Pieter Emiel Keuchenius. (https://nl.wikipedia.org/wiki/Pieter_Emiel_Keuchenius)

Keuchenius war Verfasser u.a. eines "talmudkritischen" Hetzwerks Uit den Talmoed (1942), s. Wikipedia-Artikel, und einer Broschüre Die Niederländer: Rasse und Volkstum (1944), derzeit im Angebot über das Antiquariatsportal Abebooks. Ob es sich um eine Übersetzung handelt oder das Buch in deutscher Sprache verfasst wurde, ist aus dem Angebot nicht zu ersehen. Verlagsangabe: Volk und Reich Verlag, Amsterdam.


Es gibt in den Niederlanden eine Tradition, deren Einfluss auf Geert Wilders und andere Rechtspopulisten man nicht übersehen sollte.

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... Der niederländische Bund der Antifaschisten AFVN/BvA ... will den Friedhof [Ysselsteyn], der auch gerne von deutschen Neonazis besucht wird, am liebsten schließen lassen.
In Ysselsteyn sind auch niederländische Kollaborateure beerdigt, zum Beispiel der gefürchtete Polizeikommandant von Nijmegen, Antonius van Dijk, ein fanatischer Faschist und »Judenjäger«. Im Juli 1943 wurde van Dijk vom niederländischen Widerstandskämpfer Hendrik Romeijn niedergeschossen und starb Ende August an seinen Verletzungen. Der kaum 20 Jahre alte Attentäter wurde nach seiner Verhaftung hingerichtet. Während aber der Nazi van Dijk ein Grab in Ysselsteyn hat, weiß heute niemand mehr, wo Hendrik Romeijns sterbliche Überreste verscharrt sind.

https://www.jungewelt.de/artikel/314768.bundeswehr-ehrt-nazis.html


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Meinoud Marinus Rost van Tonningen (* 19. Februar 1894 in Surabaya; † 6. Juni 1945 in Scheveningen) war ein niederländischer Politiker der nationalsozialistischen Partei Nationaal-Socialistische Beweging (NSB). Zunächst 1923–1928 und 1931–1936 Vertreter des Völkerbundes in Österreich, trat er 1936 der NSB bei und kehrte in die Niederlande zurück, wo er die NSB-Parteizeitung Het Nationale Dagblad leitete. Während der deutschen Besetzung der Niederlande im Zweiten Weltkrieg arbeitete er intensiv mit den deutschen Besatzungstruppen zusammen, zunächst bei dem Versuch, die niederländische Arbeiterschaft gleichzuschalten, später dann als Leiter der niederländischen Finanzgeschäfte. ...

Er war der Sohn des KNIL-Generals Bernardus Marinus Rost van Tonningen, der eine Revolte gegen die niederländische Herrschaft auf Lombok, Aceh (Atjeh) und Bali niedergeschlagen hatte. ...

Als die Gefahr eines Angriffs auf die Niederlande größer wurde, setzte man Rost 1940 auf eine Liste „staatsgefährlicher Personen“, weil angenommen werden konnte, dass er im Falle eines Angriffs mit den Deutschen zusammenarbeiten würde. Am 3. Mai wurde er schließlich verhaftet und kam in ein Internierungslager auf der Insel Overflakkee. Schon eine Woche später begann der Westfeldzug der Deutschen mit einem Angriff auf die Niederlande. Rost und seine Mithäftlinge wurden sofort evakuiert und zuerst nach Belgien, dann nach Nordfrankreich gebracht. Die Flucht vor der deutschen Armee hatte schließlich ein Ende im französischen Calais, das die Deutschen am 26. Mai eroberten. Rost, nach dem sich Himmler und Hitler persönlich erkundigt hatten, kam so schon nach weniger als einem Monat wieder frei. ...

Am 2. Juni 1940 kehrte Rost van Tonningen unter dem begeisterten Applaus von 400 Nationalsozialisten, die sich zur Begrüßung vor dem Gebäude der NSB-Parteileitung versammelt hatten, nach Den Haag zurück. Sofort begann er seine umfangreiche Kollaboration mit dem deutschen Regime. ...
 
Als Generalsekretär des Finanzministeriums war Rost van Tonningen an der Gründung der Nederlandse Oost Compagnie (NOC) beteiligt. Diese Organisation sollte gemäß der germanischen Großraumpolitik Hitlers die Ansiedlung von niederländischen Bauern in den besetzten Ostgebieten fördern. Auch dieses Projekt scheiterte jedoch aufgrund des mangelnden Interesses potentieller Geldgeber und Siedler, nur etwa 200 Niederländer siedelten tatsächlich in den Osten über. ...
Im März 1945 ging Rost schließlich an die Front und kämpfte gegen den Vormarsch der Alliierten. Am 8. Mai 1945 wurde er von kanadischen Einheiten gefangengenommen und in ein Kriegsgefangenenlager in Elst eingeliefert. Als bekannt wurde, wer er war, kam er in ein Gefängnis nach Utrecht. Nach einem ersten Selbstmordversuch wurde er nach Scheveningen überstellt, wo er sich am 6. Juni 1945 durch einen Sprung von einem Balkon das Leben nahm. ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Meinoud_Rost_van_Tonningen

Samstag, 6. Mai 2017

Woher kommt das Wort 'Untermenschen'?

Als 'Untermensch' ('subhuman') bezeichnete ein amerikanischer Vater den Abschlussball-Partner seiner Tochter - weil dieser schwarz ist.

Aus einem Artikel vom 6. Mai 2017 (Yahoo Canada Style)


Dad tells daughter 'you're dead to me' for going to prom with black man

Anna’s father didn’t approve of her attending with a black student, and subsequently went on a racist tirade after seeing social media photos of the event. “We are done. I wont be coming to your graduation. Nor will I pay for your college. Go live with the n***ers,” he begins in a text message.
“I went to prom with a black guy so that’s a problem? Racist much,” Anna responded.
“Yes I am,” he admitted. “Your dead to me.”
The verbal abuse gets worse and he even refers to Anna’s black friend as “subhuman.”

https://www.yahoo.com/news/dad-tells-daughter-youre-dead-going-prom-black-man-205858039.html


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1923 erschien das Buch des amerikanischen Eugenikers Lothrop Stoddard, 'The Revolt Against Civilization: The Menace of the Under Man'. Es scheint heute wieder nachgefragt zu sein; jedenfalls ist es als Nachdruck bei Amazon erhältlich. Die deutsche Übersetzung von 1925 (von Dr. Wilhelm Heise), erschienen im Lehmann-Verlag, trägt den Titel: "Der Kulturumsturz, Die Drohung des Untermenschen".
Der NS Ideologe Alfred Rosenberg verwandte den Begriff in seinem 1930 erschienenen Buch 'der Mythus des 20. Jahrhunderts' und bezog sich dabei ausdrücklich auf Lothrop Stoddard. Als 'Untermenschen' bezeichnete er russische Kommunisten.

Mehr in dem Post
https://guttmensch.blogspot.com/2011/07/stoddard-und-sarrazin-beiden-gemeinsam.html


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Untermensch (... underman, sub-man, subhuman; plural: Untermenschen) is a term that became infamous when the Nazis used it to describe non-Aryan "inferior people" often referred to as "the masses from the East", that is Jews, Roma, and Slavs (mainly ethnic Poles, Serbs, and later also Russians). The term was also applied to most Blacks, and persons of color ...
 
Although usually incorrectly considered to have been coined by the Nazis, the term "under man" was first used by American author Lothrop Stoddard in the title of his 1922 book The Revolt Against Civilization: The Menace of the Under-man.It was later adopted by the Nazis from that book's German version Der Kulturumsturz: Die Drohung des Untermenschen (1925). The German word Untermensch had been used earlier, but not in a racial sense, for example in the 1899 novel Der Stechlin by Theodor Fontane. Since most writers who employed the term did not address the question of when and how the word entered the German language, Untermensch is usually translated into English as "sub-human." The leading Nazi attributing the concept of the East-European "under man" to Stoddard is Alfred Rosenberg who, referring to Russian communists, wrote in his Der Mythus des 20. Jahrhunderts (1930) that "this is the kind of human being that Lothrop Stoddard has called the 'under man.'" ["...den Lothrop Stoddard als 'Untermenschen' bezeichnete."] Quoting Stoddard: "The Under-Man – the man who measures under the standards of capacity and adaptability imposed by the social order in which he lives".

It is possible that Stoddard constructed his "under man" as an opposite to Friedrich Nietzsche's Übermensch (superman) concept. ... German author Theodor Fontane contrasts the Übermensch/Untermensch word pair in chapter 33 of his novel Der Stechlin. Nietzsche used Untermensch at least once in contrast to Übermensch in Die fröhliche Wissenschaft (1882); however, he did so in reference to semi-human creatures in mythology, naming them alongside dwarfs, fairies, centaurs and so on. ...

While the Nazis were inconsistent in the implementation of their policy (mostly implementing the Final Solution while implementing Generalplan Ost), the democidal death toll was in tens of millions of victims. It is related to the concept of "life unworthy of life", a more specific term which originally referred to the severely disabled who were involuntarily euthanised in Action T4, and was eventually applied to the extermination of the Jews. ...

https://en.wikipedia.org/wiki/Untermensch


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Der Verlag, der Stoddards Machwerk neu aufgelegt hat (2009) nennt sich Bibliobazaar und hält das Buch für "kulturell bedeutend").
("We believe this work is culturally important and have elected to bring the book back into print as part of our continuing commitment to the preservation of printed works worldwide.")

https://www.amazon.de/Revolt-Against-Civilization-Menace-Under/dp/1113463333

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Da Lothrop Stoddard auf diesem Blog mittlerweile in mehreren Posts vorkommt und seine Rolle als Scharnier zwischen der deutschen und der amerikanischen Eugenik/ Rassenhygiene auffallend ist, bekommt sein Name jetzt ein eigenes Label.

Samstag, 28. Januar 2017

Malala appelliert an Trump

Trump executive order leaves Malala ‘heartbroken’

Colin Campbell
Jan. 28, 2017  

Pakistani Nobel Peace Prize laureate Malala Yousafzai addresses delegates at a London conference on Syria in 2016. (Photo)

Malala Yousafzai, the youngest recipient of the Nobel Peace Prize, on Friday condemned President Trump’s executive order establishing new vetting measures for immigrants.
“I am heartbroken that today President Trump is closing the door on children, mothers and fathers fleeing violence and war,” Yousafzai said. “I am heartbroken that America is turning its back on a proud history of welcoming refugees and immigrants — the people who helped build your country, ready to work hard in exchange for a fair chance at a new life.”
Yousafzai, 19, issued the statement at about the same time that Trump announced his latest executive orders, including one that reportedly will suspend the U.S. refugee program for 120 days. The text of the order was not immediately available.
According to CNN, drafts of the order also bar “all persons from Iraq, Syria, Iran, Sudan, Libya, Somalia or Yemen from entering the United States for 30 days.” ...

https://www.yahoo.com/news/trump-executive-order-leaves-malala-heartbroken-224304286.html#comments


Erster Kommentar dazu
Helpful Dan 12 hours ago
If they want sharia law it should be an automatic ticket home.

 

Dafür gab es innerhalb von 12 Stunden 1527 Likes
Die zahlreichen anderen Kommentare gehen ganz überwiegend in die gleiche Richtung.
 
Den meisten Lesern, zumindest den Kommentatoren, scheint gar nicht klar zu sein, wer Malala ist, und sie halten sich auch nicht damit auf, dies im Artikel nachzulesen. Sie halten Malala, die als Schülerin in Pakistan ein gegen sie gerichtetes Taliban-Attentat überlebte, für eine Vertreterin von Sharia-Gesetzen, Taliban-Herrschaft und Terrorismus. Mit ihrer Kritik an Trumps Initiative, die Einreise von Personen aus Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung pauschal nicht zuzulassen, wollen sie sich nicht auseinander setzen.
 
Ein vielsagendes und besorgniserregendes Stimmungsbild aus Trumps Amerika.


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Malala condemns Donald Trump call for Muslim ban in US

  • 16 December 2015
Malala Yousafzai has condemned a call by US presidential hopeful Donald Trump to ban Muslims from entering the US.
The Nobel Prize winner said his comments were "full of hatred" and blaming Muslims for terrorism would only "radicalise more terrorists".

http://www.bbc.com/news/world-asia-35109350



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Mit ständigem Widerspruch konfrontiert, resignieren wir erschöpft – und offensichtlich Falsches schleicht sich zunächst in den Bereich des Denkbaren und dann in den Bereich des Faktischen. Ist dieser Mechanismus erst einmal etabliert, fällt es leicht, auch bei größeren Themen zu lügen. Zum Beispiel: "Alle Muslime sind kriminell" – und plötzlich fangen wir an, uns über Kriminalitätsstatistiken zu streiten, anstatt die Errungenschaft zu verteidigen, dass Verdacht aufgrund von Geburt oder Religion keinen Platz in einer Demokratie hat. ...

Wenn ich Ihnen sage: "Der Himmel ist grün", dann ist es gar nicht so sehr mein Ziel, dass Sie mir auf Anhieb glauben. Mein Ziel ist es vielmehr, so häufig zu behaupten, der Himmel sei grün, bis Ihre Ressourcen, den Widerspruch auszuhalten, erschöpft sind und Sie einlenken und sagen: "Das ist Ihre Meinung. Ich denke, der Himmel ist blau. Es gibt wohl keine Möglichkeit, die Farbe des Himmels objektiv festzustellen." ...

Die neuen rechten Regierungen und Parteien zwingen demokratische Gesellschaften derzeit dazu, den Kampf um bereits ausgefochtene Werte noch einmal zu führen. Diesen Kampf zu verlieren wäre schlicht fatal.

Aus
"Alternative Fakten": Keine Macht der Lüge
Die Methoden der neuen US-Regierung ähneln jenen aus der UdSSR. Wir dürfen uns nicht auf sie einlassen.
 

Freitag, 11. November 2016

Schrecken des Wallstreet-Establishment?

Aus
Manager Magazin, 10.11.2016      

Hedgefonds-Milliardär Carl Icahn klärt auf  Warum Donald Trump der neue Liebling der Wall Street ist

Die Börse feierte den Mann, der als Schreck der Finanzelite angetreten war und den Wall-Street-Sumpf "trockenlegen" wollte, mit einer spontanen Party. Hedgefonds-Manager Carl Icahn, ein langjähriger Vertrauter Trumps, konnte sein Glück kaum fassen: Er habe bereits am Mittwochmorgen rund eine Milliarde Dollar auf steigende Kurse gesetzt, erzählte Icahn siegestrunken einem Reporter von Bloomberg TV.
Dass er deswegen ein wenig früher die Feier seines Freundes Donald verlassen musste, entschuldigte der 80jährige Icahn mit den Worten: "Big Poppa" müsse jetzt mal richtig Geld verdienen.
Dass Donald Trump keineswegs ein Börsenschreck, sondern der neue Darling der US-Investoren ist, begründete Icahn per Telefon ausführlich gegenüber Bloomberg. Immer wieder beschwor Icahn mit heiserer Stimme die Schlagworte "Deregulation" und "Deficit Spending": Trump, der Businessman, werde Big Business endlich wieder in Ruhe machen lassen, ohne störende Regulierung. Und notfalls wird diese Party mit dem Geld der Steuerzahler, also einer höheren Verschuldung, in Schwung gebracht. Weg mit den Vorschriften aus der Obama-Zeit, her mit öffentlichen Aufträgen auf Pump: "Big Poppa" Icahn kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.
Icahn war nicht der einzige Vertreter der Finanzelite, der Grund zum Jubeln hatte und feierte, als wäre Ronald Reagan wieder auferstanden. Die Party an der US-Börse zog sich durch alle Branchen, mit Big Pharma und den Großbanken vorneweg.
Big Money: Die Aktien der Großbanken Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen, Wells Fargo Börsen-Chart zeigen, und Bank of America Börsen-Chart zeigen zogen am Tag nach Trumps Wahlsieg zwischen 5 und 7 Prozent an. Der Anlass: Trump will die Bankenkontrolle entschärfen und Teile des Dodd-Frank-Gesetzes zurücknehmen, das als Antwort auf die Finanzkrise verabschiedet worden war und den Banken verbietet, auf eigene Rechnung zu spekulieren. War Trump im Wahlkampf noch als Kritiker der Großbanken aufgetreten, dürfte er ihnen nun wieder mehr Freiraum einräumen. Seine Gegnerin Hillary Clinton hatte Trump noch als "Marionette" der Wall Street beschimpft. Er selbst könnte mit seiner geplanten Deregulierung zum Schoßhund der Wall Street werden. ...
http://www.manager-magazin.de/finanzen/boerse/carl-icahn-donald-trump-ist-wegen-deregulation-der-wall-street-darling-a-1120674.html


Siehe auch
https://guttmensch.blogspot.com/2016/10/der-markt-sagt-wahlsieg-fur-donald.html ;
https://guttmensch.blogspot.com/2016/03/clausnitz-und-louisville.html

Sonntag, 9. Oktober 2016

"Tag des deutschen Pöbels"


... am letzten Montag in Dresden.

Mitternachtsspitzen 08.10.2016
https://www.youtube.com/watch?v=AoHEGHc2-iw
ca. 08:20 - 11:10


Tag des deutschen Pöbels - taz.de

www.taz.de/!5340792/
04.10.2016 - Tag des deutschen Pöbels. Dresden Rechte Demonstranten beschimpfen Politiker bei Feiern zum Jahrestag der Deutschen Einheit



Aus
Proteste: Volksverräter? Aber gerne doch!
Ein Kommentar von
... Das eigentliche Problem an den Protestierenden in Dresden ist, dass sie selbst keine Demokraten sind. Sie definieren Deutschland offenkundig nicht als Rechts- und Wertegemeinschaft. Das Wort Verfassungspatriotismus ist ihnen dem Sinn nach fremd. Für sie und ähnlich denkende Protestler ist Deutschland zuerst eine Volksgemeinschaft, in der nur derjenige Rechte haben soll, der dem deutschen Volk durch Geburt (und Blut) angehört. So verstehen sie ihren Ruf "Wir sind das Volk". Er schließt den Flüchtling aus, aber letztlich auch jeden anderen, der nicht so aussieht oder denkt wie sie selbst.
Würden diese Leute das Land regieren, wäre es mit dem Pluralismus und der freien Meinungsäußerung wohl bald vorbei. Denn Pegida-Demonstranten, AfD-Sympathisanten und Facebook-Pöbler sind eben keine besorgten Bürger, sondern Menschen mit einem nationalistischen, autoritären und völkischen Staatsverständnis.
Entlarvt werden die angeblich nur "besorgten" Bürger durch ihre Sprache: Der zentrale Begriff, der immer wieder in den rechtsradikalen Foren und bei Protesten auftaucht, lautet "Volksverräter". Er wurde in Dresden den demokratisch gewählten Politikern entgegengerufen. Er entspringt demselben Denken, das die AfD-Vorsitzende Frauke Petry dazu veranlasst hat, unlängst in einem Interview zu erklären, der Begriff "völkisch" solle wieder positiv besetzt werden. ...
Als "Volksverräter" wurden nach dem Ersten Weltkrieg von Rechtsextremen erst all jene Demokraten betitelt, die sich für einen Frieden stark gemacht hatten und für die Weimarer Republik eintraten. Dann führten die Nazis den Begriff ins Strafrecht ein. Fortan konnte jeder als Volksverräter verurteilt werden, der sich gegen die rassisch definierte Idee der "Volksgemeinschaft" auflehnte. Schon die kleinste missliebige Äußerung gegen das NS-Regime war mithin "Volksverrat". In diesem Sinne müsste man den Dresdner Demonstranten entgegenrufen: Wenn ihr mich Volksverräter nennt, bin ich es gerne....
In den neuen Bundesländern haben Politiker viel zu lange Verständnis geäußert für "besorgte Bürger", weil sie um ihre Wiederwahl fürchteten. Auch so konnte rechtsextremes Denken in Teilen der Bevölkerung zum Mainstream werden.
Deshalb ist es wichtig, aufzuklären, Grenzen zu setzen und Grenzüberschreitungen klar beim Namen zu nennen. AfD und Pegida sind groß geworden, weil sie sich einen bürgerlichen Anstrich geben, dabei verbirgt sich hinter der Fassade eben auch der alte braune Sumpf. Und: Rassisten müssen Rassisten genannt werden, Nazi-Vokabular muss Nazi-Vokabular genannt werden.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/dresden-proteste-volksverraeter-aber-gerne-doch-kommentar-a-1115094.html

Sonntag, 2. Oktober 2016

"Der Markt" sagt Wahlsieg für Donald Trump voraus

The market is forecasting a Donald Trump victory

Joe Fahmy, Yahoo Finance Contributor
Oct. 2, 2016
 

...  My reasoning is the INCREDIBLE number of people who are quietly supporting Trump but can’t voice their opinion. It is politically incorrect to publicly admit that you are supporting Trump. If you do so, you are instantly chastised and even viewed as a racist. The interesting thing is that many Trump supporters don’t agree with what he says; they simply think he will be better for Business.
For example, Carl Icahn recently said (and I’m paraphrasing): Do I agree with everything he says? Of course not. Do I think he says stupid things at times? Of course. But I don’t care about all that. I care about the economy and Trump will be better for business than Hillary.

In other words, many of Trump’s supporters are focused on the more important issues instead of obsessing over every foolish off the cuff remark. ...

https://www.yahoo.com/finance/news/the-market-is-forecasting-a-donald-trump-victory-213426531.html



"Der Markt" heißt Carl Icahn.

Carl Icahn ist einer der größten Anteilseigner von Cheniere, der Firma, die sich für das umstrittene "Fracking" einsetzt. Icahn ist ein Freund und politischer Unterstützer seines Milliardär-Kollegen Donald Trump.
https://guttmensch.blogspot.com/2013/09/spendierhosen.html



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Trump drohte, Hillary Clinton ins Gefängnis zu bringen, wenn er Präsident wird.
Ein Kommentator vergleicht Trump mit Putin, der seinen politischen Rivalen, Präsidentschafts-Bewerber Gary Kasparow, ins Gefängnis bringen ließ.

Keith Olbermann on Trump threatening to arrest Clinton
By The Baptist Death Ray   
http://www.dailykos.com/stories/2016/10/10/1580592/-Keith-Olbermann-on-Trump-threatening-to-arrest-Clinton

verlinkt
Jailing Hillary!? Trump’s Outrageous Case for Dictatorship
https://www.youtube.com/watch?v=nTBi8iqnhfk

Samstag, 23. Juli 2016

Amoklauf in München



Aus
n-tv, 23. Juli 2016


... Er hat neun Menschen getötet. Am Ende richtete er die Waffe gegen sich selbst. Inzwischen ist er identifiziert: Der Amokläufer von München ist ein 18-jähriger Deutsch-Iraner aus der bayerischen Landeshauptstadt. ...

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, soll er sich viel mit Computer-"Ballerspielen" beschäftigt haben. Aus Sicherheitskreisen heißt es, der Deutsch-Iraner habe Probleme in der Schule gehabt.
Nach Angaben der Polizei wurde er in München geboren, Medienberichten zufolge sind die Eltern in den 90er Jahren in die Bundesrepublik gekommen. ...

Ein im Internet veröffentlichtes Video zeigt offenbar den mutmaßlichen Täter in einem Wortwechsel mit Anwohnern während der Tat. Darin sagt der 18-Jährige: "Ich bin Deutscher", während er von den Anwohnern unter anderem als "Kanake" beschimpft wird. Er sei in Deutschland geboren und komme aus einer "Hartz-IV-Gegend", fügt er hinzu und sagt, er sei "in Behandlung" gewesen. Die Polizei betonte, er soll wegen einer Erkrankung aus dem depressiven Symptombereich behandelt worden sein. Die sei aber noch nicht bestätigt. ...

Eine Nachbarin des 18-Jährigen beschrieb ihn als "guten Menschen". Der Agentur AFP sagte sie: "Er war eine gute Person, ein guter Mensch". Sie "habe ihn nicht einmal sauer gesehen, niemals habe ich Probleme mit der Polizei oder Nachbarn gehört". Die 40-Jährige aus Mazedonien fügte hinzu: "Er hat gelacht wie ein normaler Mensch." Andere Nachbarn beschreiben ihn ebenfalls als freundlich und hilfsbereit. "Der Junge war sehr sehr nett. Ich kann nichts Schlimmes sagen", berichtete eine Nachbarin. So habe er die Zeitungen im Haus verteilt. Von der Polizei hieß es dazu, auch für die Angehörigen sei die Tat ein "schwerer Schicksalsschlag", sie seien nicht mehr vernehmungsfähig gewesen.         

Nach gegenwärtigen Erkenntnissen begann der junge Mann seinen Amoklauf in einem Schnellrestaurant. Dann ging er in den nahegelegene Einkaufszentrum. Dort stellte ihn eine Zivilstreife und schoss auch auf ihn. Die Obduktion ergab jedoch, dass die Beamten den 18-Jährigen verfehlten. Demnach starb der Jugendliche an einem aufgesetzten Kopfschuss, den er sich selbst beigebracht hatte. ...

Seine Leiche fanden die Einsatzkräfte später etwa einen Kilometer vom Einkaufszentrum entfernt in einer Nebenstraße. Dort wurde auch eine Pistole sichergestellt. Es handelte sich der Polizei zufolge um eine 9mm-Glock, die der Täter offenbar illegal besaß. Die Seriennummer der Waffe war ausgefeilt, auch eine waffenrechtliche Erlaubnis hatte er nicht. In der Waffe habe sich noch Munition befunden, außerdem habe er noch eine größere Menge Munition im Rucksack gehabt.

Die Ermittler sind inzwischen sicher, dass er die Tat als Einzeltäter beging. Die Tat habe überhaupt keinen Bezug zum Thema Flüchtlinge, ein islamistischer Hintergrund sei nirgends erkennbar.


Quelle: n-tv.de , jwu/sba

http://www.n-tv.de/panorama/Der-nette-Junge-aus-Muenchen-article18259891.html